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Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt…

In „Totenhaus“ bleibt Bernhard Aichner sowohl seiner spannungsgeladenen Handlungsführung als auch seiner minimalistischen, Telegramm-artigen Sprache treu. Soghaft entwickelt er den Fortgang der Ereignisse, die Verzweiflung seiner Protagonisten Blum wird so drastisch, dass man sie geradezu physisch spüren kann. Aichner entwirft dabei eine Abwärtsspirale, eine Fahrt mit der Geisterbahn, einen wilden Ritt der liebevollen Mutter und Mörderin Blum. Die Geschichte galoppiert atemlos auf ein ungeahntes Ende zu.